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Alternative zu Zucker mit Genuss

Gerade jetzt wo es auf den Winter zugeht, werden sich viele auf die Teezeit freuen. Doch wäre da nicht dieser fiese kleine Helfer Zucker. Natürlich, in Maßen verträgt der Körper alles, aber wer viel Tee trinkt, der sollte lieber ganz auf ihn verzichten oder sich eine Alternative suchen.

Wer seinen Tee süßen möchte, der greift häufig zu Zucker. Wie ungesund Zucker tatsächlich ist, haben wohl inzwischen die meisten begriffen, weshalb immer mehr Menschen auf den Konsum von Zucker verzichten. Dabei muss das nicht sein, denn es gibt gute Alternativen zu Zucker. Schauen wir uns an, welche Möglichkeiten es beim Tee süßen gibt.

Keine Sorge, wenn wir von Süßungsmitteln reden, dann sprechen wir hier nicht über Süßstoff. Es gibt inzwischen diverse Alternativen, die gesünder sind. Süßungsmittel ist erstmal ein Sammelbegriff für alle Mittel, die den Effekt haben, etwas süßer zu machen und nicht aus Zucker oder Saccharose bestehen. Gerade wenn man sich gesünder ernähren will, dann stellt sich diese Frage. Dabei kann man entweder durch Verzicht auf Kalorien auf sein Gewicht achten oder seinen Stoffwechsel verbessern. Es gibt aber noch mehr Vorteile, die Alternativen zu Zucker bereit halten. Beispielsweise verringert man das Risiko für Karies, es kann aber auch zwingend notwendig sein auf Zucker zu verzichten, wie beispielsweise bei Diabetikern.

Was früher undenkbar war, ist heute fast schon Standard. De Ersatzprodukte finden sich immer mehr in der kompletten Nahrungsindustrie. Egal ob Eis, Joghurt, Säfte, Backwaren oder Süßigkeiten. Selbst die mächtigen Limonaden-Hersteller mussten erkennen, dass es Zeit für eine Wende ist. Dennoch hat uns die Zuckerindustrie immer noch fest im Griff, genauso wie unsere Geschmacksnerven, die jedes neue Süß mit dem guten alten Zucker messen.

Ersatzprodukte im Überblick

Bei den Ersatzprodukten für Zucker unterteilen wir in drei Kategorien:

  • natürliche Zuckerersatzprodukte
  • künstliche Ersatzprodukte
  • Mischprodukte

In diesen drei Kategorien finden wir Ersatzprodukte mit und ohne Kalorien. Erhältlich sind sie als Pulver, Tabletten oder in flüssiger Form.

Natürliche Süßungsmittel

Bei den natürlichen Süßungsmitteln unterscheiden wir zwischen denen mit Kalorien und denen ohne Kalorien. In der Natur vorkommende Süßungsmittel, die kalorienfrei sind, findet man in der Pflanzenwelt. Beispielsweise als Extrakt aus der Mönchfrucht oder der Stevia. Diese beiden potenten Süßungsmittel sind von Natur aus um ein vielfaches süßer als normaler Zucker. Daher kann man sie auch ohne Verdünnung nicht konsumieren. Meistens geschieht das mit einem Füllstoff wie Zuckeralkohol. Wenn hierzu Erythrit verwendet wird, dann hat das den Vorteil, dass das Süßungsmittel weiterhin keine Kalorien hat.

Alle natürlichen Süßungsmittel auf einen Blick

Natürliche Süßungsmittel gibt es viele. Gängig sind Agavenzucker, Dattelzucker, Kokosnusszucker, Maissirup, Melasse, Rohrrohrzucker, Erythrit, Stevia, Mönchsfrucht, Rübenzucker (Zuckerrübensirup), Tagatose, Trehalose und Zuckeralkohol (Polyalkohol). Bis auf Maiszucker haben alle genannten natürlichen Zuckerformen einen niedrigen glykämischen Index im Vergleich zu weißem Zucker.

Der Vorteil einiger natürlichen Zuckerarten ist, dass sie ein deutlich geringeres Kariesrisiko aufweisen und teilweise sogar gesund für Zahnfleisch und Zähne sind. Dafür gibt es hier oft andere Risiken. Beispielsweise hat die Agave und der Maissirup eine gewaltige Menge puren Fruchtzucker. Bei viel Konsum von Fruchtzucker wird von Wissenschaftlern die Gefahr einer Fettleber und hohen Blutfett-Werten (Triglyceriden) und Stoffwechselkrankheiten vermutet. Gerade Maissirup ist, sofern er industriell verarbeitet wurde, so hoch konzentriert, dass der Körper hiermit nicht zurecht kommt.

Gesund und gehaltvoll

Die gesündesten natürlichen Süßungsmittel sind wahrscheinlich Melasse und Kokosnusszucker. Hier findet man nicht nur unglaublich viele Vitamine, sondern auch den höchsten Wert an Mineralstoffen.

Die Newcomer Trehalose und Tagatose werden aus diversen Pflanzen und vor allem aus Milchprodukten gefördert. Trehalose hat antioxidante Funktionen und Tagatose senkt wissenschaftlich erwiesen den Blutzuckerwert bei Menschen. Tagatose hat halb so viel Kalorien und ist ähnlich süß wie der handelsüblich raffinierte Zucker. Das ungefähr halb so süße Trehalose hat den gleichen Kalorienwert. Beide Süßungsmittel haben einen niedrigen glykämischen Index. Zum Tee süßen werden die beiden aber eher selten verwendet. Man findet sie üblicherweise in allen möglichen Nahrungsmitteln.

Achtung: Alle natürlichen Süßungsmittel (bis auf Erythrit) sind wahre Energiebomben, welche bei häufigem Konsum zu Gewichtszunahme führen können. Also wer Kalorien zählt, sollte diese Energiespender mit einberechnen.

Bei Zuckeralkohol handelt es sich um ein Kohlenhydrat, welches in Pflanzenteilen wie Gemüse und Frucht auftreten kann. Es gibt aber auch künstlich hergestellten Zuckeralkohol. Bekannter Zuckeralkohol:

  • Erythrit
  • Mannitol
  • Maltit
  • Sorbit
  • Xylit

Interessant ist, dass der Zuckeralkohol mit ungefähr 2/3 weniger Kalorien hat, als es bei Zucker der Fall ist, aber dafür auch spürbar deutlich weniger süßen Geschmack hat. Der Grund, warum sie trotzdem häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, ist (insbesondere Mannitol und Sorbit), dass sie keinen schmeckbaren Nebengeschmack zeigen. Übliche Lebensmittel sind:

  • Süßigkeiten
  • Mundwasser
  • Backwaren
  • Marmelade
  • oder in Kombination mit anderen natürlichen Süßungsmitteln

Bei zu hohem Konsum kann es aber zu unerwünschten Nebenerscheinungen kommen, darunter beschleunigte Verdauung, Blähungen und Krämpfe. Xylit hat den Vorteil, dass er Zahnbelag und bakterielle Ansiedlung vorbeugt. Er ist der Favorit bei Zuckeralkohol.

Künstliche Süßungsmittel ohne Kalorien

Einige dieser Süßungsmittel basieren auf natürlichen Substanzen, aber wurden modifiziert:

  • Acesulfam-K (Kalium)
  • Aspartam
  • Saccharin
  • Zyklamat
  • Sucralose

Auch wenn die Modifizierung zur Folge hat, dass der Körper bestimmte Stoffe nicht mehr vollständig verwertet, sind diese Produkte trotzdem sehr umstritten. Sie stehen im Verdacht, die Gesundheit zu schädigen und vielleicht sogar Krebs zu verursachen. Gegner dieser Theorien berufen sich darauf, dass die Tests an Tieren und in zu hoher Dosis durchgeführt wurden. Daher seien die Studien nicht aussagekräftig. Aber es gibt einen weiteren erwiesenen Nachteil, wie beispielsweise, dass der Körper durch Heißhunger auf die Nahrungsaufnahme von künstlichen Süßstoffen reagiert und die gesparten Kalorien so an anderer Stelle wieder aufgenommen werden.

Zuckerarten zum Teesüßen

Tee süßen – die beliebtesten Süßungsmittel

Da nicht jedes aufgeführte Süßungsmittel zum Süßen von Tee geeignet ist, haben wir hier unsere Favoriten zusammengestellt:

Honig

Ein Klassiker ist und bleibt Honig. Honig hat im Tee natürlich eine andere Süße als Raffinadezucker, aber ist wohltuend und lecker schmeckend. An sich ist Honig sehr gesund, es gibt aber leider immer wieder Rückstände von Antibiotika. Honig ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund. Gerade bei Erkältungen und Husten lindert der Honig die Symptome und hilft einem zu gesunden, das ist wissenschaftlich erwiesen. Wenn man Honig wählt, dann sollte man auf einen regionalen Honig achten. In Deutschland unterliegt die Honigproduktion sehr strengen Richtlinien. Hier kommt die Deutsche Honigverordnung zum Tragen. Dem Produkt darf nichts entzogen und es dürfen keine Zusätze beigemengt werden.

Honig besteht aus vielen natürlichen Zuckerarten. Aber nicht nur das: er hat viel mehr zu bieten, wie:

  • Vitamine
  • Spurenelemente
  • Mineralstoffe
  • Enzyme

Das ist auch der Grund, warum Honig so gesund ist. Manche Inhaltsstoffe sind antibakteriell und entzündungshemmend. Damit der Honig seine ganze Wirkung entfalten kann, sollte der Tee vorher leicht abkühlen. So werden die nützlichen Inhaltsstoffe nicht zerstört. Achtet auch für den Geschmack, der zu euch passt, auf die richtige Blütensorte. Nicht jeder Honig ist gleich, hier gilt es zu testen. Dunkler Honig aus dem Wald ist sehr würzig und nicht jedermanns Sache. Eine milde Honigsorte kann auch einen sehr würzigen Tee milder machen.

Stevia

Die Stevia ist ein Süßkraut aus Südamerika. Gerade Stevia hat es nach anfänglichen Schwierigkeiten im Handel nun doch noch in die Regale geschafft und wird sogar von Coca Cola genutzt um eine spezielle Cola zu süßen. Im Grunde ist für die starke Süße ein Stoff in der Stevia-Pflanze verantwortlich, nämlich Steviosid. Einige Extrakte aus der Stevia-Pflanze sind bis zu 300 mal süßer als normaler Zucker. Hier gilt es, vorsichtig zu sein. Zwei Tropfen Steviosid entsprechen einem Teelöffel Raffinadezucker. Wer es noch natürlicher mag, der wählt die getrockneten Blätter. Stevia hat den Vorteil, dass es fast keine Kalorien hat. Es hat eine antibakterielle Wirkung, beugt damit Zahnbeschwerden vor und macht den Blutzuckerspiegel stabiler.

Xylitol

Xylitol wird häufig aus Birkenholz gewonnen. Der Gewinnungsprozess ist sehr kostenintensiv, daher hat diese Zuckerform auch seinen Preis. Im Handel findet man den Zucker auch unter dem Namen Xylit. Der größte Vorteil ist, dass er gegen Karies hilft. Inhaltsstoffe von Xylit verhindern das Wachstum von Bakterien. Der Birkenzucker macht das Immunsystem stärker und soll den Alterungsprozess von Körperzellen verlangsamen. Im direkten Vergleich mit normalen Zucker hat Xylit ca. 40% weniger Kalorien, hat keine negative Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und auch keinen Geschmack der auffällt.

Fazit

Die Angabe zuckerfrei muss nicht immer bedeuten, dass im Produkt keine Kohlenhydrate oder Kalorien zu finden sind, gerade bei Lebensmitteln sollte man hier vorsichtig. Zuckerersatzprodukte gibt es viele, doch wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will, der sollte sich genau über die Eigenschaften der verschiedenen Alternativen zu Zucker informieren und auch hier auf einen übermäßigen Konsum verzichten. Grundsätzlich gilt, dass je näher das Produkt an der Natur ist, desto besser ist es! Natürlich muss hier aber auch in der Herstellungskette auf hohe Standards geachtet werden.

Tee süßen – Süßungsmittel ohne Zucker
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