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Chai Tee ist eigentlich ein schwarzer Tee. Im Grunde ist es eine Tee-Mischung, die aus Indien oder wenn man es genau nimmt, aus China stammt. Das Lustige ist, dass Chai übersetzt auch Tee heißt. Im folgenden Blogartikel erfahrt ihr mehr über den Tee Tee. Der Chai Tee wird auch Masala Chai genannt. Masala bedeutet übersetzt Mischung, was den Tee ja auch gut beschreibt. Im Grunde entscheidet nicht so sehr die Zubereitung darüber, wie gesund und wirkungsvoll der Tee ist, sondern vielmehr die Zutaten.

Chai Tee Wirkung

Für die Tee-Mischung findet man im Internet viele Rezepte, welche mal mehr oder weniger gesund sind. Die traditionelle Mischung aus Indien kommt eigentlich aus der Gesundheitslehre und soll das Körperempfinden positiv beeinflussen. Da im Chai Tee viele Gewürze und unter anderem auch Heilpflanzen enthalten sind, hat der Tee eine anregende Wirkung. Hierdurch soll der Geist mehr Lebensfreude und Energie empfinden. Aber nicht nur der Geist profitiert von dem gehaltvollen Teegemisch. Durch Zutaten wie Ingwer wird das Immunsystem gestärkt und Krämpfen wird vorgebeugt. Außerdem wirkt er appetitanregend. Der Kardamon harmonisiert den Magen. Für alle Langschläfer unter euch: der Tee macht auch wach, denn er enthält Koffein.

Geschichte des Chai Tee

Das aus dem fernen Indien stammende Schwarztee-Gemisch trägt eigentlich den Namen Masala Chai. Wenn ihr einen Inder auf Englisch fragt , ob er Chai Tea hat, dann wird er wahrscheinlich mit den Augen rollen. Wie oben bereits erwähnt, bedeutet Chai auch Tee, daher ist diese Bezeichnung alles andere als sinnvoll. Aus schriftlichen Überlieferungen geht hervor, dass der Name Chai Tee das erste Mal im 19. Jahrhundert auftauchte. Früher war der Teeanbau unter der Herrschaft der Kolonialherren. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Anbau von den Indern übernommen.

Zwei Namen – Land und See

Die Geschichte geht aber noch weiter. Im Süden von China gibt es zwei Dialekte. Beim kantonesischen Dialekt wurde anstatt Chai das Wort té und tu verwendet. Die ersten europäischen Importeure waren niederländische Seefahrer, welche nun den Begriff Tee mitbrachten. Es gab aber auch Importrouten über das Land der Seidenstraße, über die der Tee als Chai ankam. Auch heute findet man im Ausland noch den Begriff chai. Beispielsweise in der Türkei, in Russland, im Osteuropäischen Raum, aber auch in Ostafrika und Äthiopien.

Der ursprüngliche Tee aus Indien ist nicht einfach nur ein schwarzer Tee, sondern ein gehaltvolles Teegemisch mit vielen Gewürzen. Gängige Verfeinerungen des Tees waren:

  • Ingwer
  • Gewürznelken
  • Kardamon
  • Pfeffer
  • Zimt

Heutzutage wird vieles unter diesem Namen angeboten, was mit dem eigentlich Tee nichts mehr zu tun hat.

Von China bis Indien

Angeblich gab es den beliebten Chai Tee bereits 3000 Jahre vor Christus. Der chinesische Herrscher Shen Nong war viel auf Reisen und eines Tages fiel ihm ein Blatt eines naheliegenden Strauches in das heiße Wasser. Das Wasser färbte sich dunkel. Shen Nong scheute sich nicht zu kosten und war von der neuen erfrischenden Mischung begeistert. Ab diesem Zeitpunkt verteilte sich der Tee über die ganze Welt bis hin zu den Maharajas von Indien. Das damalige Hauptgetränk war eine Würzmischung mit Milch. Die Diener, welche das Getränk zubereiteten, kamen auf den grandiosen Einfall dieses Getränk mit Tee zu kombinieren. So entstand der heute so bekannte Masala Chai.

Chai Tee Zubereitung

Kommen wir endlich zur Zubereitung von Chai Tee. Im Grunde handelt es sich bei Chai Tee um einen Sammelbegriff von einer Mischung aus Schwarztee und anderen Zutaten. Es gibt nicht den einzigartigen Tee mit diesem Namen. Nicht einmal die Teesorte ist überall die gleiche. Einige Teetrinker und auch Handelsketten bezeichnen sogar normalen schwarzen Tee der mit Zucker und Milch gemischt wird als Chai Tee. Das kann man natürlich machen, aber es hat nichts mit den Ursprüngen zu tun.

Welcher schwarze Tee?

Im Grunde spielt das keine Rolle. Häufig wird die Teesorte Assam genutzt, Sie können aber auch ganz nach Ihren Vorlieben jeden anderen schwarzen Tee verwenden. Wenn ihr Schwierigkeiten mit einem hohem Koffeingehalt habt, dann wählt lieber eine andere Sorte, denn im Assam ist besonders viel Koffein enthalten.

Die Milchsorte

Auch bei der Milch habt ihr die freie Wahl. Zur Auswahl stehen:

  • Frischmilch
  • H-Milch
  • Kondensmilch

Die Milch wird meistens als süßender Faktor beigemischt. Wählt ein Milchsorte, welche einen hohen Fettgehalt hat, das macht den Chai Tee cremiger. Als Richtlinie für die Milchmenge kann man ein Viertel bis die Hälfte von der Wassermenge beimengen.

Die Gewürze

Hier könnt ihr aufgrund der großen Auswahl wirklich kreativ werden. Übrigens beeinflusst die Zugabe von Kräutern den Geschmack am stärksten, also seid ein wenig vorsichtig beim Probieren. Zu viele Gewürze übertönen den Geschmack des eigentlichen Tees. Die Gewürze sollten viel mehr den Geschmack abrunden und eine Beinote wie beispielsweise eine leichte Schärfe ausmachen. Die am häufigsten verwendeten Zutaten sind:

  • Anis
  • Ingwer
  • Kardamon
  • Lorbeerblätter
  • Muskat
  • Nelken
  • Fenchel

Ihr müsst auch nicht alle Zutaten auf einmal testen. Hier geht Probieren geht über Studieren.

Das Ergebnis einer gelungenen Mischung ist ein unverkennbarer Schwarztee mit scharfem würzigem Geschmack, der aber auch angenehm süß und sahnig durch die Milch ist. Wenn ihr ein besonders gutes Rezept habt, dann verratet es uns und den anderen Lesern doch in den Kommentaren. Jede Mischung ist wohl ein echtes Unikat.

Extrazutaten

Wie auch bei den Gewürzen hat man auch bei den Extra-Zutaten wieder eine nicht enden wollende Auswahl zum Mischen. Im ursprünglichen Chai Tee kommen diese Zutaten nicht vor, aber das sollte euch nicht daran hindern, wenig zu probieren. Hier ist unsere Liste zur Erweiterung der Rezeptur mit Aromen:

  • Chili
  • Lakritze
  • Schoko
  • Vanille
  • Zitronengras

Wir wünschen viel Spaß beim Erfinden neuen Kreationen.

Aufbereitung

Eine häufige Frage ist, ob die Kräuter und Gewürze nach dem Kochen oder beim Kochen ins Wasser gegeben werden. Meistens fügt man Tee und die gesunde Mischung beim Kochen hinzu und lässt den Tee dann eine Weile durchziehen. Nun könnt ihr ihn durch ein Sieb gießen. Im Anschluss gibt man die Milch und eventuell ein Süßungsmittel hinzu. Denkt daran, dass Zucker nicht gerade gesund ist.

Unsere Empfehlung

Wer Chai Tee einfach einmal testen will, der kann dass in seinem Lieblings-Teesalon tun oder eines unserer Rezepte testen. Wer ein Chai Tee-Experte werden will, wird einiges an Zeit mitbringen müssen, bis man die für sich perfekte Mischung gefunden hat. Geschmäcker sind halt verschieden. Bereitet lieber erstmal kleine Mengen zu. So könnt ihr auch mal Fehler machen und müsst euch nicht durch eine volle Kanne quälen.

In Indien werden zum Tee gerne süßes Gebäck und gesalzene Nüsse gereicht.

3 Rezepte für Chai Tee

Chai Latte für Teegenießer aus der City

  • Wasser: 380 ml
  • Rohrzucker: 400 g
  • Vollmilch: 150 ml
  • Zimt: 2 kleine Stangen
  • Sternanis: 2 Stück
  • Ingwerwurzel: Wurzel entweder verkleinern oder kleine Wurzel nehmen 5×5 cm
  • Kardamon: 1 Teelöffel
  • Schwarzer Tee: 250 ml
  • Sojamilch: 50 ml

Während das Wasser zum Kochen gebracht wird, könnt ihr bereits Kardamon, die Zimtstangen und den Sternanis in einer Pfanne anrösten. Dadurch geben die Zutaten ihre Aromen besonders stark frei.

Nun gebt ihr den Inhalt der Pfanne in das kochende Wasser und könnt bereits den Zucker beimengen. Sobald sich die Wassermenge reduziert hat (je nach Temperatur 10-20 Minuten), könnt ihr den Sirup entweder abfüllen oder gleich weiterverarbeiten.

Im nächsten Schritt werden die Milchsorten erhitzt und der schwarze Tee (bereits gekocht) hinzugefügt. Jetzt gilt es nach Geschmack zu probieren, wie viel Sirup die Mischung verträgt.

Chai Tee Latte

Yogi Tee für entspannte Genießer

  • Wasser: 280 ml
  • Vollmilch: 0,05 Liter
  • Nelken: 3 Stück
  • Pfefferkörner (schwarz): 3 Stück
  • Zimt: 1/3 Stange
  • Schwarzer Tee: 1/4 Teelöffel
  • Ingwer (frisch): 2 Scheiben
  • Kardamon Schoten (grün): 3-4 Stück
  • Zucker oder Honig: je nach Bedarf

Alle Gewürze werden in den kochenden Topf mit Wasser gemischt und brauchen etwa 15 Minuten. Dann ist der richtige Zeitpunkt, um den schwarzen Teehinzuzufügen. Den fertigen Tee nun 5 Minuten ziehen lassen. Die gesamte Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, damit man einen Tee ohne Stücke erhält. Jetzt kann der Yogi-Tee mit Milch ganz kurz aufgekocht werden. Einfach noch ein wenig Süße verleihen und schon ist er fertig.

Der Klassiker gegen Alltagsstress

  • Wasser: 1,2 Liter
  • Vollmilch: 0,8 Liter
  • Kardamonschoten: 6 Stück
  • Zimt: 1 Stange
  • Anis: 1 Teelöffel
  • Nelken: 5 Stück
  • Fenchelsamen: 1 Esslöffel
  • Ingwerwurzel (kleingehackt): 1/2 Teelöffel
  • Schwarzer Tee (Assam): 4 Esslöffel
  • Honig oder Zucker

Die Gewürze werden zusammen aufgekocht und anschließend wird der schwarze Tee und die Milch eingemischt. Bei kleinster Stufe lasst ihr den Tee dann 10 Minuten ziehen. Wie immer durch das Sieb gießen und den Tee von Gewürzen befreien. Nun kann man eventuell noch mal nachsüßen.

Wir hoffen der Beitrag hat euch gefallen. Bitte teilt unbedingt eure Rezepte mit uns. Wir freuen uns sehr über neue Kreationen. Viele weitere Rezepte findet ihr zum Beispiel bei Chefkoch.

Chai Tee – Zubereitung und Geschichte des Masala Chai
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